12. Mai 2023
Was Mediation ist, habe ich in diesem Artikel erläutert.
Aber wie läuft ein Mediationsverfahren in der Praxis ab?
Ein Mediationsverfahren durchläuft mehrere Phasen. Es existieren allerdings verschiedene Modelle, die mindestens drei und bis zu acht Phasen unterscheiden. Die Inhalte des Mediationsverfahrens sind in allen Modellen gleich. In der Praxis üblich ist ein Modell mit fünf Phasen.
Zur 1. Phase –> Auftragsklärung
Zur 2. Phase –> Themensammlung
Zur 3. Phase –> Interessenfindung
4. Phase: Optionen
Diese Phase der Mediation verfolgt das Ziel, möglichst viele Lösungsideen zu erarbeiten, die den Medianten anschließend als Möglichkeit für eine abschließende Vereinbarung zur Verfügung stehen.
Dem Mediator kommt in dieser Phase die Aufgabe zu, die Parteien zum kreativen Denken anzuregen. Hierfür stehen dem Mediator verschiedene Techniken zur Verfügung. Diese reichen von einfachen Verfahren (z. B. Brainstorming-, Mindmapping- und Meta-Plan-Verfahren), Frageformen, mitunter auch Provokationen („Wie kann man das noch schlimmer machen?“ und im zweiten Schritt dessen Gegenteil zu konkretisieren) bis hin zu komplexen Verfahren (z. B. Analogietechnik, Synektik).
Unter Einsatz von Phantasie und Ideenreichtum sollen die Medianten angehalten werden, auch nach Lösungen zu suchen, die von gewohnten und eingefahrenen Denkmuster abweichen (sog. „lateral thinking“ nach Edward de Bono). Hierdurch versucht der Mediator auch, etwaige Denkblockaden zu lösen; er darf den Parteien jedoch keine (inhaltlichen) Lösungen vorgeben. Zudem hat er darauf zu achten, dass die Konfliktparteien Lösungsvorschläge zunächst nur sammeln und noch nicht bewerten. Die gefundenen Lösungsoptionen werden zur besseren Visualisierung – z. B. auf dem Flipchart – festgehalten.
Im Anschluss daran werden die Optionen gemeinsam bewertet und diejenigen Möglichkeiten aussortiert, die von beiden Streitparteien als unbrauchbar angesehen werden. Die verbleibenden Möglichkeiten werden vertieft und eine win-win-Lösung angestrebt, mit der die in der Phase 3 deutlich gewordenen Interessen der Parteien ausgeglichen werden.
Gegebenenfalls können und müssen die Medianten in dieser Phase Auskünfte von Dritten (z. B. Steuerberater, Beratungsanwalt, etc.) einholen.
Die 5. Phase, die Abschlussvereinbarung, werde ich in meinem nächsten Beitrag beschreiben.
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3. Mai 2023
Der hypnosystemische Ansatz nach Dr. Gunther Schmidt kann helfen, die Resilienz von Menschen zu verbessern, indem er verschiedene Techniken und Konzepte kombiniert, die darauf abzielen, die Selbstwahrnehmung, die Selbstregulation und die Selbstheilungskräfte der Menschen zu stärken.
Einer der wichtigsten Aspekte des hypnosystemischen Ansatzes ist die Idee, dass jeder Mensch über innere Ressourcen verfügt, die ihm helfen können, schwierige Situationen zu bewältigen. Der Ansatz zielt darauf ab, diese Ressourcen zu aktivieren und gezielt für die Lösung von Problemen und die Verbesserung der Resilienz zu nutzen.
Eine zentrale Technik des hypnosystemischen Ansatzes ist die Hypnose, die als eine Möglichkeit angesehen wird, das Unbewusste des Menschen zu aktivieren und auf diese Weise neue Ressourcen und Lösungen zu erschließen. Durch die Hypnose können negative Gedanken- und Verhaltensmuster aufgelöst und positive Selbstbilder und Einstellungen gefördert werden.
Eine weitere wichtige Technik des hypnosystemischen Ansatzes ist die Arbeit mit Metaphern und Bildern. Dabei werden Bilder und Geschichten genutzt, um den Menschen dabei zu helfen, ihre inneren Ressourcen zu aktivieren und neue Lösungswege zu erschließen. Diese Technik kann dazu beitragen, die Selbstwahrnehmung und die Selbstregulation zu verbessern und so die Resilienz zu stärken.
Ein weiteres wichtiges Konzept des hypnosystemischen Ansatzes ist die Idee der Selbstorganisation. Dabei wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch über die Fähigkeit verfügt, sich selbst zu organisieren und Lösungen für seine Probleme zu finden. Der Ansatz unterstützt den Menschen dabei, seine Selbstorganisationsfähigkeiten zu stärken und seine Probleme auf eine lösungsorientierte und ressourcenorientierte Weise anzugehen.
Insgesamt kann der hypnosystemische Ansatz nach Dr. Gunther Schmidt dazu beitragen, die Resilienz von Menschen zu verbessern, indem er gezielte Techniken und Konzepte einsetzt, um die Selbstwahrnehmung, die Selbstregulation und die Selbstheilungskräfte zu stärken und die inneren Ressourcen zu aktivieren.
Ich bin deutschlandweit, insbesondere in Baden-Württemberg tätig, vor allem aber in den Orten Dornhan, Rottweil, Horb am Neckar, Villingen-Schwenningen, Nagold, Oberndorf am Neckar, Altensteig, Sulz am Neckar, Schramberg, Dunningen, Eutingen im Gäu, Empfingen, Fluorn-Winzeln, Waldachtal, Starzach, Pfalzgrafenweiler, Balingen, Haigerloch, Bondorf, Mössingen, Trossingen.
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3. Mai 2023
Stress gehört heutzutage fast zum Alltag. Termindruck, Lärmbelastung und Konflikte können bei vielen Menschen zu einer großen Belastung führen. Doch was genau sind Stressoren und wie können wir mit ihnen umgehen?
Stressoren sind all jene äußeren und inneren Reize, die auf uns einwirken und Stress verursachen können. Dabei spielt vor allem die individuelle Bewertung des Stressors eine große Rolle. Jeder Mensch nimmt Reize anders wahr und bewertet diese dementsprechend als mehr oder weniger belastend.
Hans Selye, der Begründer der Stressforschung, unterschied zwei Arten von Stressoren. Eustress, der positive Stress, kann den Organismus anregen, motivieren und aktivieren. Hierbei wirken die biochemischen Stressreaktionen leistungsfördernd und konzentrationssteigernd. Disstress hingegen ist der negative Stress, der als bedrohlich, unangenehm oder überfordernd empfunden wird. Hier werden die Ressourcen als unzureichend eingestuft und es kommt zu einer Anspannung im Körper, die nicht richtig abgebaut werden kann. Langfristig führt dies zu einer Leistungsabnahme und Senkung der Aufmerksamkeit.
Es gibt auch eine Unterscheidung zwischen inneren und äußeren Stressoren. Äußere Stressoren sind Reize von außen, auf die wir zunächst keinen direkten Einfluss nehmen können. Lärmbelastung, Termindruck oder Krankheit sind Beispiele dafür. Innere Stressoren hingegen entstehen aus Bewertungen und Überzeugungen, die wir selbst erschaffen. Konflikte oder Erwartungen an uns selbst können zu solchen inneren Stressoren führen.
Um besser mit Stresssituationen umzugehen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist, die persönliche Resilienz zu stärken, um auf Stress mit geübten und bewährten Handlungsmustern reagieren und flexibel auf Anforderungen eingehen zu können. Eine andere Möglichkeit ist es, die Stressoren zu minimieren. Hierfür kann man sich zum Beispiel fortbilden, Strukturen besser organisieren, sich helfen lassen oder die eigenen sozialen Fähigkeiten ausbauen.
Es ist wichtig, dass wir uns bewusst machen, was unsere Stressoren sind und wie wir mit ihnen umgehen können. Durch eine gezielte Stressbewältigung können wir uns vor den negativen Auswirkungen von Stress schützen und eine bessere Work-Life-Balance erreichen.
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2. Mai 2023
Waldbaden, auch Shinrin-Yoku genannt, ist eine Praxis, bei der man Zeit in einem Wald verbringt und die Atmosphäre des Waldes in vollen Zügen genießt. Es geht dabei nicht um sportliche Betätigung, sondern um das bewusste Erleben des Waldes und seiner natürlichen Umgebung mit allen Sinnen.
Während man im Wald spazieren geht oder einfach nur sitzt und die Umgebung auf sich wirken lässt, kann man die frische Luft und den Duft von Nadelbäumen einatmen, das Rascheln der Blätter hören und das Grün der Bäume betrachten. Ziel des Waldbadens ist es, sich zu entspannen und Stress abzubauen.
Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass Waldbaden viele gesundheitliche Vorteile hat. Hier sind einige davon:
- Stressreduktion: Waldbaden kann dazu beitragen, den Cortisolspiegel im Körper zu senken, was wiederum Stress und Angst reduzieren kann. Es kann auch dazu beitragen, den Blutdruck und die Herzfrequenz zu senken und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.
- Immunsystem-Stärkung: Studien zeigen, dass Waldbaden das Immunsystem stärken und die körpereigene Abwehr gegen Krankheiten verbessern kann. Durch das Einatmen von Phytonziden, natürlichen Chemikalien, die von Pflanzen abgegeben werden, können die Immunzellen aktiviert und gestärkt werden.
- Verbessert die Stimmung: Waldbaden kann dazu beitragen, die Stimmung zu verbessern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Es kann auch dazu beitragen, Depressionen zu lindern und die Konzentration und Kreativität zu steigern.
- Verbesserte Schlafqualität: Waldbaden kann auch dazu beitragen, die Schlafqualität zu verbessern. Studien haben gezeigt, dass das Spazieren im Wald den Schlafzyklus regulieren und dazu beitragen kann, einen gesunden Schlaf zu fördern.
Insgesamt kann Waldbaden dazu beitragen, Stress zu reduzieren, das Immunsystem zu stärken, die Stimmung zu verbessern und die Schlafqualität zu erhöhen. Es ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, um die Gesundheit zu verbessern und die Natur zu genießen.
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